1. Mannschaft muss zurück in die Regionalliga – 3. Mannschaft schafft Aufstieg in A-Klasse
Eine überwiegend positive Bilanz können wir zum Abschluss der Mannschaftssaison ziehen. Zwar „feiert“ unsere 1. Mannschaft nach dem letztjährigen Aufstieg in die Landesliga Nord nunmehr den Wiederabstieg in die Regionalliga Nordwest, doch das ist kein Beinbruch und in der kommenden Saison lautet das Ziel nun zunächst Konsolidierung, um möglichst bald wieder um den Aufstieg mitspielen zu können.
Unserer 2. Mannschaft gelang mit einem 4:4 am letzten Spieltag gegen Mehlmeisel/Tröstau der letztlich ungefährdete Klassenerhalt in der Bezirksliga Ost. Wobei Platz 6 von 10 bei 8:10 Mannschaftspunkten den derzeitigen Leistungsstand wohl nicht vollständig widerspiegelt. Auch in der nächsten Saison sollte der Klassenerhalt jedenfalls machbar und vielleicht sogar mehr drin sein.
Und die neu formierte 3. Mannschaft kann sich über den Aufstieg aus der Kreisklasse B in die Kreisklasse A freuen, was durch einen starken 4:2-Sieg im letzten Saisonspiel gegen Oberkotzau 2 möglich wurde. Ein toller Erfolg für das Team, dem einige Studierende der Hochschule Hof angehören, die vorher noch gar keine Erfahrungen mit analogem Turnierschach hatten.
Die Erste hatte den erwartet schweren Stand in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Gleich im ersten Spiel gab es eine ernüchternde 1:7-Schlappe in Kareth-Lappersdorf, dem sich aber schon in Runde 2 mit einem 4:4 bei Noris Tarrasch Nürnberg 2 der erste Punktgewinn anschloss. Es blieb leider der letzte bis zur vorletzten Begegnung, in der beim Tabellenführer Erlangen 2 ein fulminanter 5:3-Sieg gelang. Hier holte unsere Nummer 1 Christian Schubert, schon in den 70er und dann wieder in den 90er-Jahren sehr erfolgreich für Hof am Brett und heute in Mexiko beheimatet, einen sehenswerten Sieg. Dass er für zwei Saisonspiele mithelfen konnte, verdanken wir unserer Nummer 2, dem im französischen Tours lebenden Alt-Hofer Johannes Wenzel, auch er war schon vor Jahrzehnten ein sehr starker Spieler, als der SK Hof mit ihm als Mannschaftsführer sogar einige Jahre in der 2. Bundesliga spielte. Unser Schachfreund Johannes hat es in den vergangenen zwei bis drei Jahren geschafft, zahlreiche frühere Hofer zu reaktivieren und wieder für das Hofer Schach zu gewinnen. So etwa auch den in Nürnberg lebenden Oliver Fischer, den heutigen Freiburger Dirk Müller und schließlich auch den früheren Spitzenspieler Matthias Lochner, der – nach jahrzehntelanger Pause vom Turnierschach – im Januar dieses Jahres mit der Hofer Mannschaft Oberfränkischer Meister im Blitzschach wurde. Johannes ist mittlerweile unser neuer Spielleiter und somit für die Aufstellungen aller drei Teams verantwortlich. Dass er diesen Job sogar aus dem 1100 Kilometer entfernten Tours auf sich nimmt, ist ihm sehr hoch anzurechnen – und ebenso, dass er selbst sechs der neun Mannschaftskämpfe mitspielte.
Wenn es um Verdienste geht, muss an erster Stelle Viktor Schindler genannt werden. Unser Abteilungsleiter hat in den vergangenen 25 Jahren „den Laden zusammengehalten“ und es durch sein unermüdliches Engagement geschafft, den Hofer Schachsport über diesen langen Zeitraum mit am Leben zu halten. Nach wie vor ist er Mannschaftsführer, unverzichtbarer Bestandteil unserer 1. Mannschaft und stets beim Dienstagstraining dabei. Wir freuen uns alle schon auf sein legendäres Gartenfest, das im Juli wieder stattfinden wird.
In der Mannschaftsbilanz der Ersten sticht unser 17-jähriger Nachwuchsspieler Connor Koppe hervor, der am 2. bis 4. Brett gegen sehr starke Gegner 50 % (4 aus 8) holte und dabei u.a. sehenswert einen FIDE-Meister bezwang. Connor steigerte seine DWZ auf nunmehr deutlich über 2000 und wir hoffen, ihn auch in der nächsten Saison regelmäßig am einem der vordersten Bretter zu sehen.
- Prof. Dr. Christian Schubert – 1/2
- Johannes Wenzel – 1/6
- Igor Shashkin – 1,5/4
- Viktor Schindler – 2,5/9
- Dr. Oliver Fischer – 2,5/5
- Connor Koppe – 4/8
- Olaf Hilbig – 4/9
- Prof. Dr. Jörg Scheidt – 4/9
- Dirk Müller – 3/8
- Spartak Galstyan – 1,5/3
- Arkadiy Urytskyy – 1/2
- Sebastian Strätker – 0,5/2
- Semen Urytskyy – 0,5/2
- Prof. Dr. Michael Wüst – 0,5/2
- Heiko Sieber – 0/1
Einigermaßen zufrieden kann die Zweite auf die Saison zurückblicken, denn mit einer 8:10-Punktbilanz war der Klassenerhalt in der Bezirksliga Ost letztlich nie ernsthaft gefährdet. Nach verhaltenem Auftakt mit zwei Niederlagen und einem 4:4-Unentschieden wurden die nächsten drei Begegnungen gewonnen, dann wieder zwei verloren. Insgesamt ist sicherlich noch „Luft nach oben“ und wir hoffen auf eine höhere Platzierung in der kommenden Saison.
Besonders hervorzuheben ist das tolle Ergebnis von Spartak Galstyan, der von seinen fünf Partien vier gewann und einmal remisierte. Unser 82-jähriger Altmeister Arkadiy Urytskyy kam am Spitzenbrett auf ordentliche 3 aus 7, und Kerem Kapici – einer der neugewonnenen „jungen Wilden“ von der Hochschule Hof – in seiner ersten Saison auf ebenfalls respektable 4 aus 8.
- Arkadiy Urytskyy – 3/7
- Heiko Sieber – 0/1
- Sebastian Strätker – 0,5/3
- Semen Urytskyy – 3/5
- Spartak Galstyan – 4,5/5
- Prof. Dr. Michael Wüst – 3/4
- Stephan Kitschke – 4,5/8
- Andreas Lang – 2/4
- Ralf Grobelny – 4/8
- Marcus von Lossow – 2/8
- Manfred Hegewald – 0/2
- Aydin Yigit – 2/4
- Sven Koppe – 0/1
- Kerem Kapici – 4/8
- Osama Aldalati – 1/1
- Vikas Kumar Sharma – 1/2
Unsere neu formierte Dritte kann sich ganz besonders auf die Schulter klopfen:
Nach dem wir unsere 3. Vertretung in der Vorsaison noch wegen Personalmangels aus dem laufenden Spielbetrieb abmelden mussten, ging sie in dieser Saison dank einiger Neuzugänge vor allem aus dem Hochschulbereich frisch gestärkt ins Rennen. Deren Rekrutierung ist vor allem unserem Schachfreund Jörg Scheidt zu verdanken, der die Schach-AG der Hochschule leitet und dort erfolgreich Werbung für unseren Verein betreibt. In den ersten drei Runden gelangen Kantersiege gegen Schwarzenbach 2 (5:1), Waldstein (5,5:0,5) und Kirchenlamitz 2 (4:0), bevor es dann bei Bayreuth 3 eine unerwartet herbe 0,5:5,5-Schlappe setzte. Nun kam in Sachen Aufstieg alles auf die letzte Begegnung an, in der Tabellenführer Oberkotzau 2 in Hof zu Gast war. Hier zeigten die Unsrigen große Moral und tollen Kampfgeist und sicherten mit einem verdienten 4:2-Sieg den Aufstieg!
Hervorzuheben sind vor allem die 3 aus 3 von Kerem Kapici sowie der vorbildliche Einsatz von Cora und Jakob, die mitten in der Saison studiumsbedingt nach München zogen und der Mannschaft dennoch die Treue hielten!
- Aydin Yigit – 1/2
- Kerem Kapici – 3/3
- Osama Aldalati – 3,5/5
- Vikas Kumar Sharma – 1,5/2
- Frank Ziegler – 3/5
- Jakob Ober – 4/5
- Cora Hofmann – 2/4
- Almotasem Blah Ahmed – 1/1
- Atay Uludokumaci – 0/1
Nun richtet sich der Blick bereits nach vorn auf die nächste Saison und wir hoffen, für einige Überraschungen gut zu sein!


