Im italienischen Montesilvano erreicht unser Supertalent einen guten 16. Platz in einem sehr starken Teilnehmerfeld. Sogar Platz 3 war vor der letzten Runde noch möglich.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist unser Alberto von der U18-Weltmeisterschaft im italienischen Montesilvano zurückgekehrt. Der 17-jährige Schüler des Reinhart-Gymnasiums belegte in einem 131-köpfigen, hochkarätigen Feld mit 7 Punkten aus 11 Partien als zweitbester Deutscher den 16. Platz, hätte bei einem Sieg in der letzten Runde aber sogar auf Platz 3 landen können. Seit mittlerweile zwei Jahren lebt der gebürtige Armenier mit seiner Familie in Hof, seit einem Jahr spielt er unter deutscher Flagge.
„Die Bedingungen im nicht klimatisierten Spielsaal waren nicht optimal“, übt Alberto im Rückblick dezente Kritik. Auch die Bedingungen im Hotel seien nicht gut gewesen. Dann sei vor der vorletzten Runde auch noch seine Schach-Datenbank ausgefallen, so dass er sich auf die beiden finalen Gegner nicht wirklich habe vorbereiten können und improvisieren musste.
Absolut auf Augenhöhe
Nach seiner Rückkehr am Sonntag habe er bereits am Montag in der Schule eine Nachhol-Klausur schreiben müssen, „was aber ok war“, wie Alberto betont. Dennoch hätten die Strapazen des fast zweiwöchigen Turniers noch eine Weile nachgewirkt. Im Rückblick auf das Turnier ärgere er sich ein bisschen über sich selbst, da er die große Chance auf eine Top-Platzierung ausgelassen habe. In mehreren Partien habe er durch Ungenauigkeiten ein noch besseres Ergebnis verpasst. Am Ende standen fünf Siege, vier Remis und zwei Niederlagen zu Buche, davon eine etwas unglückliche in der letzten Runde. Gegen die späteren Welt- und Vizeweltmeister Anthony Atanasow und Emanuel Kot (beide Kanada) erreichte Alberto jeweils ein Remis und stellte auch damit eindrucksvoll unter Beweis, dass er mit der Weltspitze in seiner Altersklasse absolut auf Augenhöhe ist.
Für Alberto steht neben Schach auch die Schule an erster Stelle. Mit dem kommenden Schuljahr besucht er die 11. Jahrgangsstufe und will sich neben dem Schach auch auf seine dortigen Leistungen konzentrieren. Sein Ziel sei es, das Gymnasium mit dem Abitur abzuschließen.
