Abteilungsleitung in neuen Händen

Viktor Schindler übergibt den Staffelstab an Dirk Müller, Marcus von Lossow bleibt Stellvertreter – Großer Dank und donnernder Applaus für Viktor und Marcus

Die alle zwei Jahre turnusmäßig stattfindende Abteilungsversammlung führte am vergangenen Dienstag (10.2.) zu einer Ablösung an der Spitze: Abteilungsleiter Viktor Schindler kündigte an, sich aus der ersten Reihe auch aus Alters- und Enkelgründen zurückziehen zu wollen, und schlug Dirk Müller als seinen Nachfolger vor. Viktor wurde von den 17 Anwesenden ebenso einstimmig entlastet wie Dirk zum neuen Abteilungsleiter gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Marcus von Lossow in seinem Amt als stellvertretender Abteilungsleiter bestätigt. Spielleiter bleibt Johannes Wenzel. Zuvor ließ Viktor das Schachjahr 2025 Revue passieren, listete einige tolle Einzelerfolge auf, allen voran unserer „jungen Wilden“ Alberto Atoyan und Connor Koppe, und lobte auch Teamerfolge im Blitz- und Schnellschach sowie die Entwicklung aller drei Mannschaften im Ligabetrieb (Regionalliga, Bezirksklasse Ost, Kreisliga A).

Unermüdlicher Einsatz

Dirks erste Amtshandlung war die Übergabe eines Präsentkorbs an Viktor, verbunden mit herzlichen Dankesworten für dessen unermüdlichen Einsatz als Abteilungsleiter seit 2016 sowie als einer der „Motoren“ des Hofer Schachs schon seit Ende der 90er-Jahre. „Seit dieser Zeit ist es in erster Linie Dir sowie Marcus und viele Jahre auch Hans Hertel zu verdanken, dass es diese Abteilung überhaupt gibt und der organisierte Schachsport in Hof nie zum Erliegen kam“, sagte Dirk und betonte, Viktor habe immer Verantwortung übernommen, obwohl er von Haus aus viel mehr Vollblutschachspieler als Funktionär sei. Er bedankte sich im Namen der Abteilung bei Viktor nicht nur für all die ehrenamtlichen Jahre, sondern auch für dessen Ankündigung, nach wie vor als Spieler aktiv zu bleiben, die Schülergruppe weiterhin zu leiten und auch Mannschaftsführer unseres Regionalligateams zu bleiben. Auch sein legendäres Sommerfest werde weiterhin gefeiert. Der donnernde Applaus aller anwesenden Schachfreunde war Viktor sicher. Einen nicht weniger intensiven Applaus gab es für Marcus, der seit vielen Jahren den chronologischen Sportbericht fortschreibt, den Kontakt zur Kreis- und Bezirksebene hält, immer wieder als Turnierleiter im Einsatz ist und seit Jahr und Tag auch als Mannschaftsführer der Zweiten fungiert.

Kommunikation soll gestärkt werden

Dirk kündigte in seiner kurzen Antrittsrede außerdem an, dass zukünftig ein Ausschuss aus sieben bis neun Personen die Kommunikation stärken und dazu beitragen soll, mit einer gemeinsamen Stimme nach innen und außen zu sprechen, neue Ideen zu entwickeln und auch neue Mitstreiter für den Schachsport in Hof zu gewinnen. Jörg Scheidt als Ideengeber habe sich dankenswerter Weise bereit erklärt, hier die Koordination zu übernehmen. Wünschenswert sei unter anderem, entweder den Samstag oder den Donnerstag – oder idealerweise beide Tage – als zweiten bzw. dritten Übungstag in der Woche zu etablieren. Dirk lobte die ganze Abteilung als „tolle Schachfamilie“, für die er nach seiner Rückkehr aus Freiburg nun gern Verantwortung übernehme. Der Weg gehe bereits in die richtige Richtung, und obwohl das vergangene Wochenende nur teilweise erfolgreich war, habe die Erste nach dem 4:4 in Aschaffenburg und der 3:5-Niederlage in Würzburg ihre Aufstiegsambitionen noch nicht ganz abgeschrieben und die Zweite nach dem 4:4 gegen Bayreuth dieses Ziel als Tabellenführer der Bezirksliga Ost weiterhin deutlich vor Augen.

Weitere Mitgliedergewinnung wichtig

Spielleiter Johannes Wenzel unterstrich die Notwendigkeit weiterer Mitgliedergewinnung, wobei es weniger um die individuelle Spielstärke gehe, sondern mehr noch um die Bereitschaft, unsere Mannschaften personell zu verstärken und dabei möglichst zuverlässig am Ball zu bleiben. Dirks Dank galt natürlich auch ihm, der eine Rückkehrbewegung einiger Altgedienten nach Hof in Gang gesetzt hat und dabei sowie mit vielen weiteren Ideen – die zukünftig ggf. auch in besagtem Ausschuss zur Sprache kommen sollen – weiterhin unermüdlich am Ball bleiben will, und das alles von Tours in Frankreich aus.

So richtet sich der Blick der ganzen Abteilung weiterhin mit Zuversicht nach vorn, ohne das Wesentliche aus dem Auge zu verlieren, und das ist und bleibt die gemeinsame Freude am Schach.